Innere Zufriedenheit

Categorie: Prosa-Texte

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Innere Zufriedenheit

Manche Menschen sagen: „Wie machst Du das nur? Du siehst immer so strahlend aus und wirkst innerlich zufrieden!“
Nun, was soll ich sagen – das freut mich sehr!
Es ist auch nicht „einfach so“ – es ist GANZ BEWUSST!

Wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt habe, dann dieses:
Ich kann mich zu jedem Zeitpunkt meines Lebens DAFÜR entscheiden, zufrieden zu sein!
Das klingt im ersten Moment für manch einen ZU einfach und für manch anderen doch viel schwieriger, als es ist…

Zufriedenheit hat für mich etwas mit der WAHL zu tun, mit einer Auswahl, die ich treffe, wenn ich verschiedene Situationen
erlebe – dass ich diese Situationen erst einmal ANNEHME (und nicht durch negative Bewertung gleich ABLEHNE).

Wenn ich z.B. merke:
"Oh, das Gesagte gefällt mir nicht“ oder „der Tag war heute nicht so schön wie ich erwartet hatte“ – dann AKZEPTIERE
ich erstmal den Fakt, dass es so ist.

Das heißt nicht, dass ich dann so tue, als ob alles schön sei – das käme dem Aufkleben eines
Smilys ;-))   gleich – das Annehmen der Situation ist erstmal das A und O – denn ich kann es sowieso nicht mehr ändern.
Danach kommt die Bewertung ins Spiel:
„Ich habe heute doch nicht frei – o, das ist SCHLECHT, ich wollte doch so viel machen!“ oder „Der Tag war heute nicht so
schön – nun fühle ich mich schlecht oder bin traurig.“

Bei so einer Verhaltensweise ist schlechte Laune vorprogrammiert.

Bewertung an sich ist natürlich nicht Schlechtes – ich muss schon meine Erlebnisse einteilen in
„diese waren schön“ und diese „nicht so schön“ – damit ich überhaupt weiß, was ich will und – noch wichtiger – damit ich weiß, was mir gut tut!


Wenn ich also denke: „Schade, der Tag HEUTE war nicht so schön. Woran lag es? Kann ich versuchen, mit diesen Punkten,
die heute nicht so schön waren, DOCH zu leben, damit der Tag MORGEN schön ist?“ – dann kann ich entweder merken:
“Ok, morgen ist es wirklich besser.“

Oder:
Sollte ich dann feststellen, dass ich mit diesen Punkten doch nicht leben kann, weil sie mich NICHT glücklich machen,
dann richte ich meine Aufmerksamkeit NICHT auf das vermeintlich „Schlechte“ sondern
habe den FOKUS auf SCHÖNE DINGE gerichtet, DIE MICH ERFREUEN!

Und: von diesen Dingen, die mich erfreuen, ziehe ich dann MEHR an…

Es geht nicht darum, Dinge, die einem nicht gefallen, ZU VERMEIDEN!
Will man etwas vermeiden oder gar bekämpfen, erreicht man genau das Gegenteil und zieht es förmlich an!

Ein Beispiel, welches es ganz deutlich macht, ist Krieg. Beide Parteien wollen die Ansichten des anderen bekämpfen
und erreichen damit stets nur noch mehr Gewalt. Die aktuelle Situation weltweit lässt mich dafür viele Beispiele finden.

Außerdem kostet es viel mehr Kraft und auch Energie, GEGEN etwas zu sein als DAFÜR!
Sie kennen sicher noch den Ausspruch von Mutter Theresa, die nicht zu einer „Antikriegsdemonstration“ gehen wollte,
wohl aber zu einer „Friedenskundgebung“.


Im privaten Leben – finde ich – gestaltet es sich etwas „einfacher“.
Natürlich erlebt jeder Zeiten, in denen es einem nicht so gut geht, oder liebe Menschen in unserem Umfeld haben Sorgen.
Die Kunst ist, sich „nicht herunterziehen zu lassen“ durch die Umstände!

Es macht einen Riesenunterschied aus, ob ich sage:“ Mir geht es schlecht“ oder ob ich sage:
„Mir geht es inzwischen wieder ganz gut!“
Die zweite Formulierung ist positiv und lässt eine weitere Entwicklung zum Positiven zu!
Behalte ich meine Meinung „Mir geht es schlecht“ - dann wird es mir auch morgen noch schlecht
ergehen!

Manchmal ist es so, dass wir meinen, die äußeren Umstände gäben uns wenig Raum, unser Leben so zu gestalten,
wie wir es gern hätten. Das kommt vor – und das ist NICHT leicht.

Trotzdem können wir erstmal sagen: “Ok, so ist es JETZT.“
Dann „hineinfühlen“ in die Situation und das Gefühl annehmen, welches gerade da ist.
Durch die Annahme dieses Gefühls (nicht durch die Ablehnung!) wird ein Raum geschaffen, der es möglich macht,
dass die Situation sich verändert. (durch einen selbst oder auch durch Hilfe von außen)

Ich weiß, das klingt für manche Menschen „ganz schwierig und beinahe unmöglich….“
Sie kennen meine Meinung: „ Es gibt immer einen Weg!“ und „Manchmal ist eben das Unmögliche DOCH möglich!“

Versuchen Sie es, es ist doch einen Versuch wert!
Es passiert energetisch – Sie werden es merken…

Ich kann mich entscheiden, wie ich mich fühle – gut oder schlecht.

HEUTE entscheide ich mich, INNERLICH ZUFRIEDEN zu sein.

Und:
Wenn ich innerlich zufrieden bin, ist das – meiner Meinung nach - gleichbedeutend mit "Glücklich sein".

Und somit zitiere ich mich selbst aus einem meiner Gedichte:

ZUFRIEDENHEIT macht GLÜCKLICH!

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2016 02 21 Innere Zufriedenheit GELI hübsch

 

**********Angelika Seel Copyright, Venlo 21.02.2016********